Weltkindertag am 20. September 2016 - Presse
WB 22.09.2016
Name als Zeichen der Liebe -
200 Mädchen und Jungen feiern den Weltkindertag an der Kirche
Brackwede (pan). »Heute ist
ein besonderer Tag, heute ist euer
Tag, heute steht ihr im Mittelpunkt!«. Mit diesen Worten begrüßte
Pfarrer Ingo Stucke die
mehr als 200 Kinder, die zum Gottesdienst
anlässlich des Weltkindertages
in die Bartholomäuskirche
gekommen waren.
Zum ersten Mal hatte der Verband
der Evangelischen Kirchengemeinden
in Brackwede alle ihm
angehörigen 13 Kindertagesstätten
aus dem Bielefelder Süden zu
einer zentralen Veranstaltung eingeladen.
»Wir haben auch in den Vorjahren
schon Aktionen zum Weltkindertag
gemacht, aber dann immer
in den einzelnen Einrichtungen.
Dieses Mal wollten wir Präsenz
zeigen, auch gegen die Vorurteile
in der Welt«, erzählt Karin Siebert.
Die Bereichsleiterin für Tageseinrichtungen
beim Verband konnte
aus logistischen Gründen zwar
nicht alle 850 Kinder aus den
evangelischen Kitas begrüßen,
aber aus jeder Einrichtung eine
Delegation mit Erziehern, sodass
am Ende mehr als 200 Teilnehmer
nach Brackwede kamen.
Das diesjährige Motto des Weltkindertages
»Kinder haben Rechte!
…auf ihren Namen« griffen
auch die Pfarrer Ingo Stucke und
Volker Gravemeier in ihrem Gottesdienst
auf. Ingo Stucke berichtete
von einem Erlebnis im Freibad,
als ein Mädchen seine Mutter
nicht finden konnte. Bei der Wiedervereinigung
half schließlich
der Aufruf ihres Namens. »Auch
du, Gott, rufst uns bei unserem
Namen, denn du hast uns lieb«,
betete zudem Volker Gravemeier,
der als Vorsitzender des Verbands
die Kinder begrüßte.
Die Veranstaltung wendete sich
aber keinesfalls nur an evangelische
Kinder. »Kirche ist auch Kindergartenarbeit.
Wir kümmern
uns um alle Kinder, egal welcher
Hautfarbe, Nation oder Sprache«,
sagt Karin Siebert. Fast die Hälfte
aller Kindergartenkinder im Bielefelder
Süden haben inzwischen
einen Migrationshintergrund, mit
dem Weltkindertag sollte auch
diese Vielfalt gefeiert werden.
Nach dem Gottesdienst wurde
auf dem Kirchplatz gesungen.
Zum Abschluss formulierten Kinder
und Erwachsene Wünsche für
die Kinder der Welt – die reichten
von »einem Auto für jedes Kind«
über »genug zu essen für alle« bis
zu einem »dass alle Kinder fröhlich
sind«.
Mit einer Weltkugel symbolisieren die Teilnehmer die globale Verbundenheit
am Weltkindertag. Foto: Kerstin Panhorst